Soundscapes als Erlebnis

Naturnahe Soundscapes als Naturerlebnis entwickeln

Die Faszination von Sound, Soundscapes und Klanglandschaften bieten für Großschutzgebiete wie Nationalparks und Biosphärengebiete vielfältige ungenutzte Potenziale.

 

Soundscape Schwarzwald im Biosphärengebiet

Neben direkten naturschutzrelevanten Ergebnissen der Arbeit mit Klanglandschaften, stellt die akustische Analyse mit dem Ziel naturnahe Soundscapes zu identifizieren und als zu schützendes Gut zu begreifen ein zentrales Potenzial von Soundscapes dar.

Mit Soundscapes können somit konkrete Schutzmaßnahmen vorbereitet und deren Akzeptanz unterstützt werden.  Sie bieten einen emotionalen Zugang an, um Einheimische und Besucher für den Naturraum zu begeistern und zu sensibilisieren.

 

Soundscapes und Deep Listening als Tourismusmagnet

Angebote eines Deep Listening, also die bewusste Wahrnehmung von natürlichen Soundscapes im Schwarzwald, kann auch als touristisches Produkt ausformuliert werden. Der Schwarzwald bietet damit ein einmaliges Naturerlebnis, das touristisch vermarktet werden kann. Voraussetzung dafür sind auch ausgewiesene „Ruhige Gebiete“.

 

Soundscapes in der Bildung für nachhaltige Entwicklung

Soundscapes können auch gezielt als Material und Zugang in Bildungsprojekten eingesetzt werden. Dabei stellen sich insbesondere die Frage, welche Soundscapes eignen sich insbesondere zu Bildungszwecken? Durch die Faszination, die von naturnahen Soundscapes ausgeht, werden neben positiven Effekten für einen naturnahen Tourismus auch indirekte Naturschutzwirkungen ausgelöst. Zu diesen gehören eine Begeisterung für Natur und eine Sensibilisierung für Naturschutzmaßnahmen.

 

Klanglandschaften in der Öffentlichkeitsarbeit des Biosphärengebietes

Auch für Großschutzgebietsverwaltungen bieten Soundscapes eine Chance, ihre Kommunikation mit Besuchern, Tourismusakteuren und Einheimischen anzureichern. Wie können Soundscapes als innovatives und attraktives Mittel der Außenkommunikation eingesetzt werden? Soundscapes und Field Recordings aus dem Schwarzwald werden im Projekt „The art of Silence“ im Sinne einer „Data Art“ mit einem Mix von wissenschaftlicher Spezialsoftware der Soundscape Ecology sowie modularer Musikproduktion als Instrument des Marketings naturnahen Tourismus und der Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt werden.

Dabei fungiert Akustik und Sound Art als diskursiver und gleichzeitig sensorischer Rahmen, in dem die glokalen Herausforderungen wie Klimakrise und Biodiversität, Freizeitverkehr, Tourismus und Strukturwandel im Schwarzwald sowie regionale Identität ausgehandelt werden.

Eine solche emotionale und immersive Klangintervention kann eventuell auch das Nachdenken über und die Entwicklung von Visionen für eine nachhaltige Zukunft im Südschwarzwald anregen.

Contact

knockknock@sound-art-ecology.org